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Dienstag |
13.02.2007 |
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| Verbraucher beschweren sich über Versicherungen, Verband klagt |
Im vergangenen Jahr haben die Versicherungen die Verbraucher ganz besonders geärgert, so ein Bericht der Frankfurter Rundschau (FR).
Mehr als 18.000 Versicherungsnehmer haben sich demnach bei Wolfgang Römer, einem unabhängigen Ombudsmann für Versicherungen, beschwert. Häufigste Zielscheibe waren die Lebensversicherer. Fast dreimal so viele Beschwerden (9.200) als noch im Vorjahr gingen bei Römer gegen diese Branche ein. Der Grund: Die Gerichte urteilten in den vergangenen Jahren recht verbraucherfreundlich, was die Versicherten aufgeweckt hat, die nun eifrig ihre Verträge und Konditionen überprüfen. So urteilte der Bundesgerichtshof beispielsweise, dass Lebensversicherten meist mehr Geld zusteht, wenn sie vor 2001 abgeschlossene Policen kündigen. Die Versicherungen wehren sich teils dagegen, teils zahlen sie aber auch. Da die rechtliche Materie trotz vieler Urteile reichlich kompliziert ist und noch einige Fragen von höchstrichterlicher Stelle entschieden werden müssen, kann auch ein Schlichter wie Römer allerdings nicht immer weiterhelfen. Bisher hatte jedoch ungefähr jede dritte Beschwerde vor einem Ombudsmann Erfolg.
Der Bund der Versicherten (BDV)macht nun Nägel mit Köpfen und setzt sich für Betroffene ein, die ihre Lebensversicherungspolicen zwischen Juli 1994 und Mitte 2001 abgeschlossen und kurz darauf gekündigt haben. Nach Informationen der Tageszeitung Die Welt will der Verband mit drei Musterklagen die Lebensversicherer zu Rückzahlungen zwingen. Ein Rückforderungsvolumen von mehreren Milliarden Euro käme damit auf die Anbieter IDUNA und DBV Winterthur zu, die damals ihren Versicherten zu hohe Storno- und Abschlussgebühren in Rechnung gestellt haben sollen.
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