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Donnerstag |
09.04.2009 |
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Klimawandel: “Versicherungen vor Herausforderungen” |
Der Klimawandel stellt die Versicherungen vor Herausforderungen. Bereits heute steht fest: Die Absicherung von Naturkatastrophen wird teurer. Bleiben weitere politische Anstrengungen aus, ist damit zu rechnen, dass die klimabedingten Schäden zum Ende des Jahrhunderts weltweit mindestens fünf Prozent des jährlichen globalen Bruttoinlandsprodukts betragen werden. In gefährdeten Regionen werden daher die Versicherungsprämien für die Absicherung von Wasser-, Sturm- oder Hagelschäden deutlich steigen. Das ist das Ergebnis der Studie “Zukunftsfaktoren 2020″ der Versicherungsgruppe Steria Mummert Consulting gemeinsam mit Lünendonk sowie der FutureManagementGroup.
Den Prognosen zufolge dürften im Jahr 2020 bestimmte klima- und wetterbedingte Risiken von den meisten Anbietern nicht mehr versichert werden, da sie als “nicht kalkulierbar” eingeschätzt werden. Andererseits führt die wachsende Bedrohung durch Naturkatastrophen zu einer steigenden Nachfrage nach Risikoabsicherungen, die teilweise heute noch nicht versicherbar sind. “Somit eröffnen sich für Versicherer neue Wachstumsfelder”, so Steria Mummert Consulting - verbunden allerdings mit einem deutlich höheren Kostenrisiko.
Persönliche Katastrophenmodelle
Moderne Informationssysteme, wie beispielsweise Business Rule Management Systeme (BRMS), tragen dazu bei, eine “intelligente Absicherung” von Naturkatastrophen zu erreichen. Dazu greift das BRMS-System auf Katastrophenmodelle zurück, die auf komplexen mathematischen Funktionen basieren. Sie ermöglichen das Erstellen einer regionalen Gefährdungsanalyse. Der Versicherungsberater wäre somit in der Lage, die individuelle Situation des Versicherungskunden noch besser zu berücksichtigen. Ihm könnten beispielsweise geeignete präventive Maßnahmen vorgeschlagen werden, um einen günstigeren Tarif zu erhalten.
Bereits heute zeichnet sich ab, dass große Rückversicherer verstärkt auch auf internationale Anbieter von Schadensmodellen, beispielsweise dem US-Marktführer Risk Management Solutions, zurückgreifen. Die “Zukunftsstudie 2020″ macht deutlich, dass die Absicherung von klimabedingten Naturkatastrophen dabei zunehmend auf mehrere Schultern verteilt wird. “In Deutschland ist die Zahl der klimabedingten Katastrophen innerhalb der letzten Jahrzehnte stetig gewachsen”, sagt Dr. Christian Schareck, der Bereichsvorstand Insurance der Versicherung; auch weltweit sei dieser Trend festzustellen.
Potentielle Überraschungen
Unter der Überschrift “Zukunftsfaktoren 2020″ hat die Steria Mummert Consulting mit Sitz in Hamburg eine umfassende Untersuchung von Zukunftsfaktoren und ihren Auswirkungen auf die Branchen Banken, Versicherungen, Energieversorger, Telekommunikation und öffentliche Dienstleister vorgelegt. In Zusammenarbeit mit der FutureManagementGroup AG (Eltville) und Lünendonk (Kaufbeuren) wurden aus 33 identifizierten Zukunftsfaktoren über 730 Projektionen, 191 Zukunftschancen und 65 potenzielle Überraschungen für Menschen, Unternehmen und andere Organisationen abgeleitet.
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