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Freitag |
13.10.2006 |
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| Kapitallebensversicherung: Zins rutscht in den Keller |
Kapitallebensversicherungen schmücken sich gern mit den besten Rendite-Versprechen, doch halten oft recht wenig. Ab kommendem Jahr sinkt nun auch noch der Garantiezins von 2,75 auf 2,25 Prozent. Die nutzen das wahrscheinlich wieder zu einer dieser schmerzhaften Werbekampagnen nach dem Motto: “Noch dieses Jahr den besseren Zinsvorteil sichern” (nach den Vorjahreskampgnen (”Noch dieses Jahr Steuervorteile sichern” etc.). Um es mal deutlich zu sagen: Ein saudoofes Produkt wird mit solchen Pseudoargumenten wieder unters Volk gebraucht.
Verbraucherschützer wie die Verbraucherzentrale Bremen warnen so auch vor überstürzten Abschlüssen von Kapitallebensversicherungen noch in diesem Jahr, wie die Netzeitung berichtet.
Dazu muss man wissen: Den Garantiezins gibt es sowieso nur auf das Guthaben, was nach Abzug aller Kosten für Abschluss, Verwaltung und Risiken übrig bleibt. Und wie viel das genau ist, bleibt im Nebel der Versicherungen verborgen. Transparenz ist ja nicht gerade ein Modewort bei den Kapitallebensversicherern. Experten schätzen aber, dass dies zwischen 1 und 1,5 Prozent sind. Um hier auch mal deutlich zu werden: Jedes popelige Sparbuch bietet da mehr, zumal die eingepreiste Todesfallleistung bei der Kapitallebensversicherung in der Regel vielzu dürftig und für viele Zielgruppen auch noch überflüssig ist.
Auch deshalb raten Verbraucherschützer generell, sich nach anderen Anlagealternativen umzuschauen, wo es klarer ist, auf was es nun wirklich Zinsen gibt.
Ein paar Einträge gibt es von mir zu diesem Thema schon: Hier finden Sie dazu eine gute Übersicht.
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