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Donnerstag |
26.06.2008 |
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| “Helfen können nur die Haushüter” |
“Die Bandbreite des Angebotes kann sich sehen lassen”, schreibt die Stiftung Warentest in ihrem “Sicherheit”-Spezial, auch Tierärzte und Versicherungen empfehlen die Dienstleistung der Haushüter. Günter Kratz, Polizeidirektor a.D. und Vorstandsmitglied des Verbandes Deutscher Haushüter-Agenturen im Interview mit dem Deutschen Depeschendienst (ddp).
Herr Kratz, kann man sicher sein, dass der Haushüter seriös ist?
Kratz: Ein klares Ja. Als Haushüter werden Rentner ausgesucht, die früher in ihrem Beruf verantwortungsvolle Aufgaben hatten - vom Pastor bis zum Kommissar. Sie müssen ein polizeiliches Führungszeugnis und Referenzen vorlegen. Die Agenturen machen sich ein genaues Bild von den persönlichen wirtschaftlichen Verhältnissen. Entscheidende Kriterien sind Zuverlässigkeit, Verschwiegenheit, Seriosität und Einsatzfreude.
Warum nur die alte Garde? Auch Studenten könnten sich als Haushüter nützlich machen.
Kratz: Studenten fehlt oft die Lebenserfahrung, um unsere Kunden zu überzeugen. Sie haben Bedenken vor Parties und zuviel Besuch.
Ein schönes Haus mit Pool … Viele stellen sich “Haushüten” wie bezahlten Urlaub vor.
Kratz: Das sehen manche Haushüter auch so. “Da bekommen wir ein schönes
Ferienhaus geboten und dazu noch eine Vergütung.
Lassen sich Diebe ernsthaft durch die Anwesenheit von Haushütern abschrecken?
Kratz: Ja, eindeutig. Ein bewohntes Haus schreckt potentielle Einbrecher ab. Auch aus der Sicht der Kriminalpolizei ist Haushüten ein geeigneter Ansatz zur Verhütung von Wohnungseinbruch.
Was kostet dieser Service und was ist, wenn etwas zu Bruch geht?
Kratz: Rund fünfzig Euro pro Tag. Alle Agenturen haben eine Betriebshaftpflicht- und Unfallversicherung für ihre Mitarbeiter abgeschlossen. Diese kommen für den Schaden auf, falls trotz aller Vorsicht einmal etwas zu Bruch gehen sollte oder sich ein Unfall ereignet.
Zwei Wochen Einbruchverhütung kosten dann ja stolze 700 Euro. Eine Alarmanlage ist doch genau so sicher und dazu noch billiger.
Kratz: Eine Einbruchmeldeanlage kann nur melden, dass ein Einbrecher eingebrochen ist. Das Tätigkeitsfeld des Haushüters ist aber umfassender: Er kümmert sich wie der Hausherr selbst um Blumen und Garten, holt in Notfällen wie Wasserrohrbrüchen oder Sturmschäden Hilfe oder Handwerker.
Zudem werden Angehörige fürsorglich betreut und Haustiere liebevoll versorgt. Das alles können nur die Haushüter leisten. Eine Alarmanlage aber nicht.
Tipp: Im Ratgebertext “Wohnung und Urlaub” auf weltbericht.de haben wir verschiedene Tipps und Links zum Thema zusammengestellt.
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