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Mittwoch |
07.01.2009 |
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Pressekodex auch für Online-Medien |
Mit Beginn dieses Jahres können sich auch Leserinnen und Leser von Telemedien beim Deutschen Presserat über journalistisch-redaktionelle Beiträge beschweren. Der Presserat weitet damit seine Arbeit auf journalistisch-redaktionelle Onlineangebote aus. Das teilt der Deutsche Presserat, die freiwillige Selbstkontrolle der Medien, mit.
Mit der Ausweitung sollen auch Internetredaktionen - die “Telemedien” - ebenfalls die Möglichkeit bekommen, sich der publizistischen Selbstkontrolle anzuschließen. Voraussetzung dafür ist, dass sie sich zum Pressekodex als Regelwerk für verantwortlichen Journalismus sowie den Grundsätzen zum Redaktionsdatenschutz bekennen und sich der Spruchpraxis des Presserats unterziehen.
Glaubwürdigkeit stärken
“Journalistisch-redaktionelle Online-Beiträge sollten den gleichen Standards gerecht werden, die auch für die gedruckten Veröffentlichungen gelten”, sagte der Sprecher des Presserats, Manfred Protze. Die Ausweitung des Pressekodex auf den Online-Bereich und die Möglichkeit für Leser und User, sich über Publikationen auch aus dem Internet beim Presserat zu beschweren, könne die Glaubwürdigkeit der einzelnen Online-Medien enorm stärken.
Eine Expertenkommission hatte im Auftrag von Plenum und Trägerverein des Presserats im Laufe des Jahres 2008 die Verantwortung für Online-Inhalte, notwendige Ergänzungen des Pressekodex, zusätzliche Anforderungen an das Beschwerdeverfahren sowie den Umfang der Selbstverpflichtung der Verlage erörtert und Vorschläge dazu erarbeitet. Das für den Kodex zuständige Plenum hat in einer Sitzung Anfang Dezember Änderungen verabschiedet, die die Veröffentlichung von Rügen des Presserats gegen Online-Veröffentlichungen betreffen. Geändert wurde Ziffer 16 des Pressekodex, die Beschwerdeordnung und die Satzung.
Presseverlage, die bereits die Selbstverpflichtungserklärung unterzeichnet haben, erhalten eine erweiterte Fassung - verbunden mit dem Aufruf, sich auch der Selbstregulierung im Bereich der elektronischen Presse anzuschließen.
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