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Donnerstag |
01.11.2007 |
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| Verkehr: Merkel contra Tempolimit |
Eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung auf deutschen Autobahnen soll nach Ansicht der Politiker für den Klimaschutz und die Verkehrssicherheit erkennbare Verbesserungen erreichen. Doch nicht alle Parlamentarier konnten sich darauf einigen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist dagegen.
Auch der ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker: „Ich unterstütze ausdrücklich die Haltung von Bundeskanzlerin Merkel, dass eine starre Tempolimitierung der falsche Weg ist. Was wir brauchen sind intelligente Lösungen wie Streckenbeeinflussungsanlagen, die eine flexible Geschwindigkeitsregulierung ermöglichen.“ Zudem könne je nach Verkehrsaufkommen und aktuellen Witterungsverhältnissen die angemessene Höchstgeschwindigkeit gewählt und angezeigt werden. „Autofahrer in Situationen, in denen zügigeres Fahren unproblematisch ist, auf Tempo 130 zu begrenzen, leistet keinen ernsthaften Beitrag zum Umweltschutz, sondern ist überflüssige Gängelei“. Der CO2-Ausstoß des Straßenverkehrs könne nicht durch ein allgemeines Tempolimit nennenswert verringert werden.
Zudem würden rund 80 Prozent aller Fahrleistungen schon heute bei einer geringeren Geschwindigkeit als den vorgeschlagenen 130 erbracht. Insgesamt könnte ein Tempolimit die deutschen CO2-Emissionen nur um weniger als ein halbes Prozent reduzieren.
Die deutsche Automobilindustrie solle lieber auch in Sachen Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen. Zum Schutz der Umwelt fordert der ADAC stattdessen sparsamere Fahrzeuge, ein Kfz-Steuersystem auf CO2-Basis und einen flüssigeren Verkehrsablauf, um Staus und Stop-and-Go-Verkehr zu vermeiden. Deutschland ist das einzige Land Europas ohne generelle Geschwindigkeitsbegrenzung.
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