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Dienstag |
24.07.2007 |
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| Trichinellose nach Polenreise |
Vier Menschen aus Deutschland sind nach einer Polenreise in den letzten drei Monaten an Trichinellose zum Teil schwer erkrankt. Einer erlitt einen Herzstillstand und musste intensivmedizinisch behandelt werden.
Seit Mitte Juni haben sich über 200 Personen in Westpommern mit der Trichinellose infiziert. 73 Personen mussten sogar ins Krankenhaus, darunter vier Deutsche. Als Infektionsquellen gelten Fleischwaren von regionalen Metzgern. Das CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf, warnt vor dem Verzehr von rohem oder unzureichend gegartem Fleisch bei Auslandsreisen.”Ein Infektionsrisiko besteht auch in allen osteuropäischen Ländern”, sagt Dr. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM.
Die Trichinelose ist eine Infektion mit dem Rundwurm Trichinella spiralis. Dessen etwa ein Millimeter kleine Larven können sich im Fleisch von infizierten Schweinen oder Wildtieren befinden. Wird das Fleisch roh, beispielsweise als Wurst oder Ungar verspeist, gelangen die Larven in den menschlichen Körper. Nach 1-2 Tagen schlüpfen erwachsene Würmer und produzieren neue Larven. Diese wandern über die Blutbahn in die Muskulatur, bilden dort Zysten und können jahrelang überleben. Die Erkrankung beginnt manchmal mit Durchfall und Erbrechen. Einige Tage später kommt es zu Fieber, starken Muskelschmerzen und allergischen Hauterscheinungen. Aber auch Organkomplikationen wie Herzmuskelentzündungen und Hirnentzündungen sind möglich.
Tipp:
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