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21.02.2008

Reisen verändern das Verhalten

Unmittelbar nach der Urlaubssaison steigt die Nachfrage nach ausländischen Spezialitäten an. Das haben Studenten des Düsseldorfer Euro-Business-Colleges herausgefunden. In der jetzt erschienen Studie haben sie untersucht, inwieweit Reisen das Konsumverhalten der Deutschen beeinflussen. Drei Trends haben die angehenden Tourismus-und Event-Manager festgestellt.

65 Prozent der befragten Deutschen gaben an, reisen hätte ihr Konsumverhalten beeinflusst. Besondere Veränderungen fanden demnach in der Mentalität, der Kleidung oder der Ernährung statt.

Trend 1: Die Deutschen vereisen öfter und kürzer, “Shopping wird zum Erlebnis”, so das Fazit. Statt Erholung hieße es, in kurzer Zeit neue Dinge erleben. Auch wegen günstiger Flüge stünde statt dem einmaligem Jahresurlaub häufiger der Kurz-Trip auf dem Jahreplan. “Die Reisen werden oft spontan und übers Internet gebucht”, heißt es in der Pressemeldung. Das Ergebnis mache sich im deutschen Einzelhandel bemerkbar: Die Nachfrage nach ausländischen Spezialitäten steige unmittelbar nach der Urlaubssaison.

Trend 2: Die Deutschen wollen etwas erleben. Sei es Himalaja, Urwald in Brasilien oder das ewige Eis der Arktis: “Der neue Tourist will unentdeckte Pfade betreten und neue Welten erobern”, so die Studie. Ein weiterer Trend gehe außerdem zur Hochzeit am Strand, in den Bergen oder in fernen Ländern.

Trend 3: Viele Sportarten werden im Urlaub begonnen und zu Hause oder im nächsten Urlaub fortgeführt. “Die Reisebranche und Sportartikel-Industrie könnte Angebote für weitere Sportkurse im nächsten Urlaub anbieten”, heißt es. Denn: Vor allem Familien mit Kindern würden sich bereits zum Ende des Urlaubs überlegen, wohin die Reise im folgenden Jahr gehen soll.

Die Studenten untersuchten zudem aktuelle Trends in der deutschen Gastronomie. Ergebnis: Es gebe Parallelen zwischen dem gestiegenem Reiseaufkommen und dem Gäste- und Umsatz-Rückgang in der klassischen, deutschen Gastronomie.

Für die Studie haben sie unter anderem Reisende am Flughafen, Reisebüros und Einzelhändler befragt. Barbara Dibué, die Projektleiterin der Studie, sagt auf Anfrage: “Uns war wichtig, auch die Dimensionen für den Handel, die Chancen, die in einem veränderten Reiseverhalten liegen könnten, für Industrie und Handel aufzuzeigen.” Gerade der Bereich der “Heirats-Reisen”, so die Fachdozentin für Marktforschung, sei eine Marktlücke und biete noch “viel unentdecktes Potenzial”.

Tipp: Stress ist im Urlaub fehl am Platz. Weltbericht.de gibt in einem Dossier Tipps und verrät Tricks zur Reiseplanung.

bendue | 21.02.2008 10:00

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