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Donnerstag |
27.09.2007 |
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| Mehr Rechte für Bahnfahrer in Europa |
Das EU-Parlament hat eine neue Verordnung verabschiedet, die Passagieren im europäischen Schienenverkehr mehr Rechte einräumt. Danach haben Bahnkunden in ganz Europa künftig Anspruch auf Entschädigungszahlungen, wenn Züge mit erheblicher Verspätung eintreffen. Fast zeitgleich hat die Deutsche Bahn angekündigt, noch in diesem Jahr die Ticketpreise zu erhöhen.
Nach der neuen EU-Verordnung, die ab Ende 2009 in Kraft tritt, müssen die europäischen Schienennetzbetreiber künftig 25% des Preises der Fahrkarte erstatten, wenn der Zug 60 bis 119 Minuten Verspätung hat. Bei Verzögerungen von mehr als zwei Stunden bekommen die Kunden 50% des Preises des Fahrpreises zurück. Außerdem enthält die Verordnung Bestimmungen, die die Sicherheit der Passagiere und den barrierefreien Transport von behinderten Fahrgästen gewährleisten soll. Mit den neuen Regelungen stärkt das Europäische Parlament die Rechte der Bahnkunden und nimmt die gleichzeitig die Eisenbahnunternehmen mit neuen Auflagen in die Pflicht: sie müssen ab Ende 2009 auch neue einheitliche Mindeststandards bei der Ausbildung von Lokführern umsetzen.
Unterdessen kündigte die Deutsche Bahn an, noch in diesem Jahr erneut die Preise anzuheben. Die neuen Tarife sollen ab 9. Dezember gelten und betreffen sowohl Fahrscheine, als auch Reservierungen und Bahncard-Preise. Im Durchschnitt müssen die Kunden dann für Leistungen der Bahn 2,9 Prozent mehr bezahlen. Reservierungen für die 2. Klasse werden um 50 Cent angehoben. Das Schönes-Wochenende-Ticket wird künftig 35 Euro statt momentan noch 33 Euro kosten. Zuletzt hatte die Deutsche Bahn ihre Preise zum 1. Januar diesen Jahres angehoben.
Tipp: Bei verspätet eintreffenden Zügen hat die Deutsche Bahn bereits vor einigen Jahren Entschädigungszahlungen für Fahrgäste eingeführt. Alle wichtigen Informationen dazu gibt es auf weltbericht.de.
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