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Montag |
22.01.2007 |
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| Klingeltöne in der Höhe: Airlines planen Handy-Erlaubnis |
Von wegen himmlische Ruhe: Damit ist über den Wolken wohl bald Schluss. Denn Fluggesellschaften wollen künftig Handygespräche erlauben, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.
Vorreiter für das Gequassel an Bord ist die arabische Emirates, die schon in den nächsten Wochen ihre handysichere Boeing in den Himmel schicken will. Sicherheitsbedenken waren gestern. Der neue Flieger ist mit Antennen im Kabinendach ausgerüstet, die die Funksignale der Handys anziehen, eine weitere Antenne draußen schickt Gespräche, Mails und Kurznachrichten über Satelliten an alle Welt. Das kostet den Nutzer dann zwar einige Euro pro Minute, die ganz normal über die Telefonrechnung abgebucht werden. Aber es scheint immensen Mitteilungsdrang zu geben, zumindest meinen das die Fluggesellschaften. Der Billigflieger Ryanair hat laut Süddeutscher Zeitung bereits für seine gesamte Flotte die neue Ausrüstung bestellt, Air France, die britische BMI und die Portugiesen der TAP sowie die australische Qantas werden folgen.
Sicherheit hin oder her: Zwar sollen die Handysignale durch die neue Ausrüstung der Flieger keinen Funk aus dem Cockpit und andere empfindliche Instrumente mehr stören – was aber ist mit dem Frieden an Bord? Ein ständig quatschender Nachbar? Konstante Beschallung durch die unterschiedlichsten Klingeltöne? Was einem in der U-Bahn nach wenigen Minuten bereits in den Wahnsinn treibt, soll man auf einem Langstreckenflug neun Stunden lang aushalten? Was ist mit Sicherheitsbedenken gegen meuternde Passagiere? Zur Beruhigung: Auch daran haben die Ausrüster wie die britische Firma Aeromobile und die Schweizer On-Air gedacht. Zumindest daran, nicht selbst für Chaos an Bord verantwortlich zu sein. Denn die Regelungen, wer wann wieviel telefonieren und tippsen darf, soll das Flugbegleitpersonal aufstellen: Zum Beispiel keine Klingeltöne, nachts gar nicht telefonieren und nur fünf Gespräche pro Person. Eine der großen Airlines zieht da nicht mit: Die deutsche Lufthansa will sich diesen Stress erstmal ersparen. Und verweist auf die Wünsche ihrer Passagiere. Die finden laut einer Umfrage das Telefonieren an Bord ebenso lästig wie das Rauchen.
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