|
« Stromsparende Beleuchtung |
Weblogarbeiten… » |
 |
 |
 |
Donnerstag |
12.04.2007 |
|
|
| IW: Weniger Urlaub für Top-Klima |
Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) vermutet, dass längere Urlaubszeiten die Klimabilanz verschlechtern. Deshalb schlägt das arbeitgebernahe Wirtschaftsforschungsinstitut vor, den tariflich vereinbarten Jahresurlaub um eine auf fünf Wochen zu kürzen und erhofft sich damit ein Reduzierung der CO2- Belastung.
Belegt werde die Vermutung mit einem internationalen Vergleich, denn Großbritannien genehmigt seinen Arbeitnehmern 24,4 Urlaubstage im Jahr und stößt nur 2,02 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aus - Deutschland hingegen 3,19 Prozent. Aber auch weiter aus Köln eingebrachten ökonomischen Gründe, wie beispielsweise zusätzliche Steuermehreinnahmen von 6,5 Milliarden Euro oder die Erhöhung des Bruttoinlandsprodukt um etwa 30 Milliarden Euro durch die fünf zusätzlichen unbezahlten Arbeitstage sprächen nach Rechnungen des IW für die Kürzung des Jahresurlaubs.
Laut IW könnte das Geld dann in die Umwelttechnologie investiert werden. Zur Umsetzung der Jahresurlaubskürzung empfiehlt das Institut, an jedem 1. April den Urlaub um einen Tag zu kürzen, bis 5 Wochen erreicht sind.
Dieser Vorschlag reiht sich ein in einer Reihe von Appellen, die vor allem den Verbraucher oder Arbeitnehmern seinem Konsumverhalten in die Pflicht nehmen. Denn beim Klimaschutz überschlagen sich Fachleute und Politiker mit Ratschlägen und Forderungen. Aus IW Sicht ist ein Appell in Schussrichtung Arbeitnehmer nämlich besonders attraktiv. Einerseits ein Appell, der niemals umgesetzt wird, anderseits ein Vorwand, gesetzlicher Verstoße in Richtung Unternehmen - beispielsweise die 3-Liter-Autos verpflichtend zu entwickeln - zu torpedieren. So gesehen: Nichts anderes habe ich erwartet vom IW. Fehlt jetzt nur noch, dass die Gewerkschaften Unternehmen vorrechnen, dass eine verkürzte wöchentliche Arbeitszeit sich positiv auf den Stromverbrauch im Unternehmen auswirkt und so die 33-Stunden-Woche den Klimawandel herbeiführt. Aber so doof sind die hoffentlich nicht…
|