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Donnerstag |
05.03.2009 |
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Historienführer Handy |
Wer träumte nicht schon einmal davon, durch altertümliche Stätten zur Zeit Ihrer höchsten Blüte zu wandern. Eine neue Entwicklung des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung (IGD) könnte diesen Wunsch schon bald für jeden erlebbar machen.
“Auf der Basis moderner internetfähiger Handys können wir jetzt Geschichte live erleben”, erklärt Michael Zöllner vom Fraunhofer Institut in Darmstadt. Mit der “Augmented Reality”-Technologie, kurz AR, machen die Forscher die “Zeitreise” möglich: Die Software wird dazu auf einem handelsüblichen iPhone oder einem Ultra Mobile PC (UMPC) aufgespielt.
“Dessen Kamera dient als Medium, um in die Vergangenheit zu gelangen”, so das Institut. Das im Display angezeigte Bild einer gerade betrachteten Sehenswürdigkeit wird nahtlos mit historischen Fotografien und Erläuterungen überblendet. Diese erweiterten Realitäten zeigen die Entwicklung der kulturellen Stätte. Die AR-Technologie ermittelt hierfür die Position und Blickrichtung des Nutzers per Computer Vision.
Präsentation auf der CeBit
“In Anbetracht des 20. Jahrestages des Mauerfalls haben wir uns entschlossen, die Technologie am Beispiel Berlins zu präsentieren”, erklärt Zöllner. Das Fraunhofer IGD entwickelte das System in Kooperation mit Tourismus-Unternehmen und der Berliner Stadtverwaltung.
“Schon bald könnten Touristen mit AR ihren persönlichen Historienführer dabei haben, der ihnen Geschichte durch historisches Bildmaterial veranschaulicht”, sagt Zöllner.
Auf der CeBit, die am Dienstag in Hanover eröffnet wurde und noch bis Sonntag, 8. März, digitale Trends präsentiert, wird das Modellprojekt vorgestellt (Halle 9, Stand B40).
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