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« Bahnstreik: Tipps für Pendler und Reisende |
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Freitag |
16.11.2007 |
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| Die Bahn gibt nicht nach |
Im Tarifkonflikt zwischen Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und Deutscher Bahn (DB) ist kein Ende in Sicht. Nun wendet sich die Bundesregierung an die Tarifparteien: Sie sollen Vernunft walten lassen und zurück an den Verhandlungstisch kehren. Der seit Monaten andauernde Bahnstreik könne drastische Konsequenzen für das Land haben. Und Leid tragend sei hier nicht nur die Wirtschaft. Thomas Steg, der stellvertretende Regierungssprecher, erinnerte die GDL an ihre hohe Verantwortung den Menschen gegenüber.
62 Stunden Streik
Hintergrund für den Appell der Bundesregierung ist der aktuelle Streik. Mit einem Ersatzfahrplan versucht die Bahn einen Großteil des Schienenverkehrs aufrecht zu erhalten. Laut DB fuhren am Donnerstag im Fernverkehr rund zwei Drittel der Züge, vor allem ICE-Züge. Im Regionalverkehr verkehrten im Südwesten knapp 80 Prozent der Züge, in Hessen waren es 70 Prozent, in Nordrhein-Westfalen über 60 Prozent und in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein circa 50 Prozent.
In den östlichen Bundesländern sah es aus Sicht der Bahn schlechter aus. Hier bewegten sich nur 20 bis 30 Prozent der Züge nach Fahrplan. Mit rund 500 Bussen versuchte die Bahn im Schienenersatzverkehr den Schaden für Reisende gering zu halten.
Ähnlich waren die Auswirkungen des Streiks auf den S-Bahnverkehr. In Hamburg fiel etwa die Hälfte aller S-Bahnen aus, in München fuhr nur noch ein Drittel aller Züge und in Berlin waren es noch einige Prozent weniger.
Mit dem auf 62 Stunden angesetzten Streik will die GDL die Bahn dazu bewegen, ein neues Tarifangebot an die Lokführer vorzulegen. Die Gewerkschaft fordert einen eigenen Tarifvertrag, bessere Arbeitszeiten und mehr Lohn. Die Bahn zeigt sich weiterhin nicht kompromissbereit. Sie lehnte diese Forderungen Donnerstagmittag erneut ab und verklagte die Gewerkschaft auf fünf Millionen Euro Schadenersatz.
Der Streik im gesamten deutschen Personen- und Güterverkehr soll laut GDL noch bis Samstag, 2 Uhr, dauern. Die Ersatzfahrpläne gelten ebenfalls so lang.
Weitere Informationen zum Ersatzfahrplan stehen den Reisenden unter www.bahn.de/aktuell und über die kostenlose Service-Hotline 08000 99 66 33 zur Verfügung. Nutzer eines WAP-fähigen Mobiltelefons können aktuelle Reiseinformationen über mobile.bahn.de/ris abrufen.
Bahnreisende, die an einem Streiktag aufgrund streikbedingter Zugausfälle oder Verspätungen ihre Reise nicht antreten konnten, haben die Möglichkeit, sich die Kosten für ihre Fahrkarte bis Ende November erstatten zu lassen.
Quellen: Deutsche Bahn und Bundesregierung
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