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Freitag |
02.11.2007 |
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| Die Farbe des Geldes ist lachsrosa |
Financial Times Deutschland
Jahrelang gab es mit dem Handelsblatt nur eine Wirtschaftstageszeitung, bis im Februar 2000 die Financial Times Deutschland (FTD) erstmalig erschien. Kritische Stimmen aus der Verlagsbranche räumten dem Tochterblatt der britischen Financial Times nur geringe Chancen ein, zu mächtig schien der Konkurrent aus Düsseldorf. Aber ähnlich wie ein paar Jahre zuvor FOCUS neben den SPIEGEL trat, hat sich die lachsfarbene FTD mittlerweile neben dem Handelsblatt etabliert. Im dritten Quartal 2007 verkaufte sie 103.489 Exemplare. (IVW)
Die FTD ist ein Joint Venture des britischen Pearson Verlags und des deutschen Gruner + Jahr Verlags. In der aktuellen Ausgabe des Branchenblatts Journalist ist zu lesen, dass das ambitionierte Tageszeitungsprojekt auch im achten Jahr immer noch rote Zahlen schreibt.
Die 160-köpfige Redaktion um Chefredakteur Steffen Klusmann bezieht gerne Stellung: Kommentare und Meinungen prägen das Bild. 2000 und 2005 sprach die Chefredaktion nach angelsächsischem Vorbild offene Wahlempfehlungen, einmal für die CDU, einmal für die FDP aus. Ansonsten betrachten die Redakteure die Welt der Wirtschaft aus dem Blickwinkel des Investors. Aktienunternehmen stehen im Mittelpunkt der Berichterstattung. Als Zielgruppe hat man Top-Entscheider und Privatanleger im Blick. Rund acht Prozent der 82 Mio. Deutschen besitzen Aktien.
Wer die FTD liest, soll keine andere Zeitung brauchen. Folglich gibt es neben einer umfassenden Wirtschaftsberichterstattung auch Sport und Lifestyle im Blatt. Mit diesem Themenmix erreicht das Blatt eine gut situierte und gebildete männliche Klientel. Lediglich ein Viertel der Leser sind weiblich.
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