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Sonntag |
05.11.2006 |
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| Neue Anlageform: Die Reits kommen |
Börsennotierte Immobiliengesellschaften, im angelsächsischen Raum unter Real Estate Investment Trusts (Reits), sollen zu Beginn des Jahres auch in Deutschland als Anlageinstrument zugelassen werden. Der entsprechende Gesetzesentwurf hat bereits das Bundeskabinett passiert.
Bedenken gegen die Neulinge hegen vor allem Mieter und Kommunalverbände, wie die Frankfurter Rundschau berichtet. Sie befürchten ein Ende des sozialen Wohnungsbaus und beschwören horrend steigende Mieten. Denn die Reits sind vor allem ein Instrument für Immobilienbesitzer, mehr aus ihrem Eigentum zu machen und durch den Börsengang Steuern zu sparen. Denn Reits sind gewöhnlich von der Körperschafts- und Gewerbesteuer befreit, wenn sie mindestens 90 Prozent ihrer Gewinne und Mieteinnahmen an Aktionäre in Form von Dividenden ausschütten. Der steuergünstige Reit-Status soll den Immobiliengesellschaften jedoch erst nach eingehender Prüfung verliehen werden. Dazu gehört. dass mindestens 75 Prozent der Einkünfte aus Immobilien erzielt und mindestens 75 Prozent des Vermögens in Immobilien angelegt werden müssen. Außerdem dürfen Anleger nicht mit zehn oder mehr Prozent direkt beteiligt sein, mindestens 15 Prozent der Aktien müssen von Kleinanlegern gehalten werden, die jeweils nicht mehr als drei Prozent der Aktien besitzen.
Ausgeklammert bleiben auf jeden Fall vor dem 1. Januar 2007 gebaute Mietwohnungen (Bestandsimmobilien) sowie zu mehr als 50 Prozent für Wohnzwecke genutzte Mischimmobilien. Der Deutsche Mieterbundbegrüßte diese Entscheidung.
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