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Freitag |
14.09.2007 |
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| Zahlungsmoral deutscher Konsumenten |
Die neuste Studie, der Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG geht über die Zahlungsmoral der deutschen Verbraucher. Das Ergebnis ist erschütternd. Die Deutschen verschulden sich weiterhin auf hohem Niveau.
Trotz sinkender Arbeitslosigkeit und einer boomenden Konjunktur bleibt der Schuldenstand der Deutschen nahezu unverändert. Dies zeigt die Studie der Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG. Neben dem Leasen von Autos werden sogar Reisen oder Möbel auf Raten gekauft. Auch das Zücken der EC-Karte, die Kreditkarte mit Ratenzahlungsoption und die daraus resultierende fehlende Übersicht über die eigenen Vermögensverhältnisse tun ihr Übriges. Wenn dann auch noch unerwartet der Arbeitsplatz verloren geht, ist die typische Schuldenspirale perfekt. So mancher Konsument gerät in einen Abwärtssog und muss letzten Endes private Insolvenz anmelden.
Durch das Konsumentenverhalten der deutschen sind die Leidtragenden die Gläubiger. Die Studie zeigt, dass im ersten Halbjahr 2007 die Gläubiger fast 792.000 Mal die Justiz einschalten mussten, um an ihr Geld zu kommen. Dabei wurden rund 505.000 eidesstattliche Versicherungen erlassen. Das ist eine Verringerung um ein Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Haftanordnungen, mit denen Schuldner zur Offenlegung ihrer Vermögensverhältnisse vor Gericht gezwungen werden sollen, ist um 0,3 Prozent auf über 287.000 gesunken. Während die Studien der Jahre 2005 und 2006 einen deutlichen Aufwärtstrend hinsichtlich der deutschen Zahlungsmoral jeweils gegenüber dem Vorjahr erkennen ließen, verlangsamte sich dieser Rückgang im Jahr 2007. Die Gläubiger der Not leidenden Kredite sind vor allem Kredit gebende Unternehmen, vom Versender bis hin zum Handwerksbetrieb, aber auch Banken und Leasingunternehmen.
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