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Sonntag |
22.10.2006 |
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| Ratenkredit: Wolf im Schafspelz |
Großbanken entdecken den Privatkunden wieder: Denn der verschuldet sich immer mehr, kauft Haus und Auto auf Kredit und zahlt dafür hohe Zinsen, an denen die Banken verdienen. Bisher waren es laut einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vor allem ausländische Banken wie die amerikanische Citibank oder die spanische Santander, die private Ratenkredite gewährten und damit Eigenkapitalrenditen von zum Teil mehr als 40 Prozent verdienen: jetzt drängt auch die Deutsche Bank mit der gekauften Norisbank auf den Markt, in den Startlöchern stehen auch Tchibo und die Bekleidungskette C&A mit eigener Banklizenz.
Ködern sollen den Verbraucher augenscheinlich niedrige Zinsen von 3,5 Prozent. Doch dazu kommen noch weitere Ausgaben: Abschlusskosten, Provisionen und die so genannte Restschuldversicherung für Todesfallschutz, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit. Der Verbraucher muss letztendlich deutlich mehr als die Zinsen berappen, um seinen Ratenkredit finanzieren zu können. So ist die Gefahr groß, in eine Schuldenfalle zu geraten. Dramatisch angesichts der aktuellen Zahlen: Laut Schuldenreport des Verbraucherschutzministeriums gelten bereist jetzt rund eine halbe Million Haushalte in Deutschland als „überschuldungsgefährdet“.
Mein eigener Artikel zum Thema Ratenkredit im Finanzressort von Zeit.de ist vielleicht auch eine interessante Lektüre zum Thema.
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