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Nicht randvoll tanken » |
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Mittwoch |
12.07.2006 |
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| Warnung vor undurchsichtigen Finanzprodukten |
Einen sehr guten Bericht gibt es im Handelsblatt. Die Redakteure haben dort nach dem Urteil im Betrugsfall um die Phoenix Kapitaldienst mal bei Verbraucherschützern nachgefragt. Die geben ein klares Urteil ab: Verbraucher sind überfordert mit - ich zitiere - “Termingeschäften und komplexe Steuersparmodellen, aber auch geschlossene Fonds, die von Anbietern wie Phoenix, aber auch von Banken vertrieben werden.”
Dahinter stecken eigentlich mehrere Probleme:
+ Verbraucherschutz ist in Deutschland mangelhaft: Ein Verbraucher muss sich erst durch viele Instanzen klagen, bevor er eventuell Recht bekommt. Die Gesetze hierzulande protegieren dabei Banken, Versicherungen und Kapitalanlagegesellschaften - und natürlich deren Vertreter - eher.
+ Information ist schwierig: Ich darf selbst als Journalist in einem zynisch-kommentierenden Beitrag bestimmte Machenschaften verschiedener Firmen nicht als “Betrug” bezeichnen, da dies ein Straftatbestand ist und somit vor einer tatsächlichen Verurteilung nicht erlaubt ist. Selbst “schwarzes Schaf” ist schwierig, denn es kommen dann gleich die bösen Briefe der Firmenanwälte, die eine Abstellung verlangen, da üble Nachrede. Mir ist das in bezug auf diesen Weblog bereits drei Mal passiert!!! Das Problem: Natürlich ist eine kritische Berichterstattung erlaubt, das muss ich dann aber wieder von Gerichten klären lassen. Die entscheiden dan vor allem auch, ob es sich bei dem Beitrag eher um eine Meinungsäußerung oder einen Kommentar handelt. Dieser Aufwand steht aber oft in keinem Verhältnis zum Ertrag.
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