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Rat rund um die privaten Finanzen? Als freier Journalist schreibt Jörg Stroisch über alle Themen, die unser Geld betreffen.

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    Home Geldseligkeiten Danke für die Startkommentare - und Antworten
    « Zum Glück nicht die Steuervorteile gesichert? | Kapitallebensversicherungen - II. Teil »
    11.01.2005

    Danke für die Startkommentare - und Antworten

    Das Blog ist gestartet – und die Community zeigt sich aktiv: Ich habe in den letzten zwei Jahren nicht so viele Leserbriefe auf meine anderen Artikel erhalten wie hier bei zeit.de in wenigen Tagen. Und: Die Kommentatoren sind alle sehr engagiert. Regelmäßig möchte ich in meinem Blog auch auf solche Kommentare eingehen.

    Viel Vorschusslob zum Start

    Als erste Kommentatorin lobte Nicole Simon: “Die Beschreibungen sehen nach einem sehr interessanten neuen Blog aus. Gerade gestern hatte ich mich mit einem Bekannten darüber unterhalten, welch guten Eindruck die Zeit auch online macht - und heute kommt ein neues interessantes Thema als Blog in der Zeit - klasse. :o)”
    und Bernd Höppner wünscht sich: “Möge dieses Blog ein Ort der Klarheit werden.”

    Ich freue mich über den hohen Anspruch, den Sie als Leser an dieses Blog stellen. Ich hoffe, dass wir gemeinsam hier ein Forum rund um die Privaten Finanzen aufbauen können.

    Versicherungen und Geldanlage

    Als Vorankündigung: Das Thema Versicherungen wird in diesem Blog häufig zur Sprache kommen. Und auch alle Themen rund um die Vorsorge sollen eine große Rolle spielen. Gerne gehe ich dabei auf Ihre Fragen ein: Bitte haben Sie aber dafür Verständnis, dass dies vielleicht nicht immer ad hoc geschieht, denn ich habe den Anspruch, Ihnen nicht nur eine Halbweisheit, sondern eine fundierte Antwort zu geben. Konkrete Produktfragen kann ich in der Regel aber leider nicht beantworten, denn das sprengt spätestens bei der zehnten Frage den gesteckten Zeitrahmen. Außerdem werde ich Websites und Produktnamen auf konkrete Angebote schonungslos schwärzen, um hier nicht eine Plattform für den Vertrieb zu werden.

    Konkrete Antworten auf einige Fragen/Anregungen

    • Hartz IV halte ich ebenfalls für ein sehr wichtiges Thema, das ich in den kommenden Wochen aufgreifen werde – Bernd Höppner regte das an. Für Personen, die konkrete Schwierigkeiten mit dem Ausfüllen der Anträge haben, gibt es für 6,60 Euro bei Redmark eine Hilfe.
    • Wilfried Soekzess skizzierte ein Kapitallebensversicherungsprodukt, welches alle oder zumindest viele Nachteile, die ich in meinem Artikel beschrieben habe, nicht beinhalten soll. Viele Nachteile bestehen aber nach einer Kurzanalyse des Produkts meines Erachtens fort: So ist mir auch hier nicht sofort ersichtlich, wie viel der monatlichen Anlageprämie nun in die Versicherung, in den Sparvertrag und in die Verwaltung laufen. Generell bin ich kein Freund von Koppelprodukten, das habe ich in meinem Artikel ja auch betont. Zwar ist das Produkt in seiner Anlagevielfalt sehr flexibel und auch die Beitragshöhe kann flexibel bestimmt werden. Das ändert aber nichts daran, dass die Versicherung zumindest prinzipiell bis zum 60. Lebensjahr läuft, also ein lang laufendes Produkt ist. Auf der Website wird allerdings betont, dass die Fondsanteile zum Tageskurs wieder verkauft werden können, entscheidend bleibt aber auch hier, wie viele Fondsanteile tatsächlich gekauft wurden, um die Rendite bestimmen zu können. Außerdem bietet das Produkt keine Garantieverzinsung an, wie sie im deutschen Markt sonst üblich ist. Die vorgeschlagene Gesellschaft hat darüber hinaus ihren Sitz in Großbritannien: Das bedeutet aber, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht für dieses Unternehmen nicht zuständig ist. Das Unternehmen schreibt auf der eigenen Website: „Nach unserem Verständnis greift der Sicherungsmechanismus des FSCS [Anm.: Sicherungseinrichtung in Großbritannien] nicht für deutsche Versicherungsnehmer britischer Versicherungsgesellschaften, die über Zweigniederlassungen in Deutschland oder andernorts außerhalb Großbritanniens tätig sind.“ Es vertreibt seine Produkte deshalb in Deutschland direkt, wodurch also keine direkten Nachteile entstehen dürften. Indirekt entstehen sie aber doch: Es ist nämlich schwer einschätzbar, wie kritisch die Behörden und Sicherungsfonds anderer Länder mit den Gesellschaften und ihren Kunden umgehen. Generell muss natürlich bei einigen ausländischen Kapitallebensversicherungen das Währungsrisiko kalkuliert werden. Meine Frage: Warum nicht das gleiche Geld lieber direkt in einen Investmentfonds investieren, wie es dieses Produkt über den Umweg der Versicherung auch macht? Zumindest seit der Abschaffung der Steuerersparnis gibt es hier kein monetäres Argument mehr für den Abschluss. Aber letztendich halte ich es natürlich auch mit Thomas Novack: “Aber leben und leben lassen - sei jeder froh über seine Entscheidung.”
    • 8,25 Prozent Verzinsung bei einer festverzinslichen Anleihe. Das klingt nach viel Geld. Generell gilt: Eine so hohe Rendite lässt sich meist nicht ohne Risiko erkaufen. Die Anmerkung von Hans oder Thomas Novack sind hier also sehr richtig. Gute Ansprechpartner (für Abonnenten) in solchen Fragen sind beispielsweise der Branchenreport Kapital Markt-Intern oder der Experte Stefan Loipfinger sowie die breite Palette an Anlagezeitschriften. Ich bitte um Verständnis, dass mir für eine eigene konkrete Prospektanalyse die Zeit fehlt. Hier aber noch abschließend ein Kommentarauszug aus Kapital Markt-Intern, Ausgabe 36/04, zu einer Schuldverschreibung, die ebenfalls von der EECH angeboten wird, in diesem Fall eine Erhöhung der Emission (Hinweis: Die Kritik bezieht sich auf ein anderes Produkt!!!): “Statt die exakte Verwendung des Emissionserlöses aufzuzeigen, heißt es im Prospekt lediglich schwammig, dass in “Personalaufbau und Infrastruktur vor Ort” investiert wird, da die EECH ein Vertriebsunternehmen ist. [...] Fazit: Wir raten zur Vorsicht.”

    Jörg Stroisch | 11.01.2005 18:47

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