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Urteil zu Provisionen: Banken müssen alles offen legen » |
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Mittwoch |
28.03.2007 |
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| Zinserhöhung mit Zeitverzögerung |
Besser spät als nie: Die Leitzinsenerhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf 3,75 Prozent vom vergangenen Donnerstag wird sich mit Verzögerung auch bei den Verbrauchern auswirken. Das ergab eine Umfrage der Berliner Zeitung bei großen Geschäftsbanken. Im Klartext heißt das für Sparer, dass sie mehr für ihr angelegtes Geld bekommen, die Bank also auch ihre Zinsen erhöht. Für Kreditnehmer hingegen wird es teurer. Und so soll auch der Trend aussehen: nach oben. Auch die Finanzexperten der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg sind dieser Meinung. Und wieder sind Sparer die Gewinner. Besonders beim Tagesgeld haben laut Berliner Zeitung die Zinsen steil zugelegt. Zwei Prozent Zinsen sind hier recht mickrig, befinden die Verbraucherschützer. Schließlich liegen die besten Angebote bei über vier Prozent. Mit 4,4 bis 4,5 Prozent liegen die Zinsen für langfristige Kredite zu festen Konditionen momentan allerdings darüber. Und nach der Zinserhöhung der EZB könnte da noch mal etwas drauf geschlagen werden.
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Am 29. März 2007 um 13:11 Uhr
Auch wenn die höheren Zinsen gewisse Vermögenseffekte (eben bei den Sparern) haben, ist die EZB-Geldpolitik nicht ganz unkritisch zu verfolgen. Die Zinsen drohen langsam zu hoch und konjunkturbremsend zu werden. Die EZB hat sicherlich nicht die Aufgabe für eine “gute” Verzinsung der Ersparnisse (und zwar der kurzfristigen) zu sorgen. Sie scheint sich deutlich weniger um Wachstum und Konjunktur zu sorgen als etwa die Fed. Den (mickrigen) Mehreinnahmen durch etwas höheren Giro-Zinsen stehen womöglich viel größere Einnahmeeinbüssen durch eine langsamere Konjunktur gegenüber.