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Sonntag |
21.01.2007 |
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| Regierung verändert Gesundheitsreform |
Nach stundenlangem Brüten ist eine neue Version der Gesundheitsreform geschlüpft. Wie lange sie überlebt und ob weiter an ihr gezerrt wird, ist unklar, doch zumindest haben sich die Experten von Union und SPD auf einen Kompromiss vor allem bei den Regeln für die private Krankenversicherung und den umstrittenen Basistarif geeinigt.
Der kommt nun ein Jahr später als geplant, nämlich 2009. Wer privat versichert ist, muss sich dann innerhalb von sechs Monaten entscheiden, ob er in diesen Tarif wechseln will, egal bei welcher Kasse. Wer sich erst später entscheidet, muss erstens älter als 55 Jahre sein, seine Prämie gar nicht mehr zahlen können und darf dann auch nur innerhalb der eigenen Kasse wechseln. Bei Versicherungswechseln dürfen Neukunden ihre Altersrückstellungen mitnehmen – allerdings nur in der Höhe, in der sie bei einem Basistarif anfallen. Die Regelungen für Bestandskunden sind hier noch unklar. Gesundheits- und Risikoprüfung entfallen beim Basistarif.
Ganz neu ist die Versicherungspflicht für jedermann. Schon ab Juli diesen Jahres müssen die Privatkassen Nicht-versicherte wieder aufnehmen. Sie zahlen einen Standardtarif ähnlich dem kommenden Basistarif. Wer nicht soviel Geld hat, muss nur die Hälfte des Beitrages berappen, ansonsten helfen Sozialhilfeträger mit einem Mindestbeitrag. Weitere Einzelheiten gibt es unter anderem auf den Seiten der Bundesregierung.
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