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Freitag |
30.03.2007 |
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Neues Bußgeld gegen Microsoft möglich |
Bis zu 900 Millionen Euro könnte Microsoft seine Software-Lizenz-Politik kosten – so hoch könnte das Bußgeld sein, was die EU-Kommission über den Konzern verhängen kann, berichtet die Netzeitung. Die Kommissare haben ein neues Verfahren wegen überhöhter Lizenzgebühren für Schnittstelleninformationen eröffnet. Vier Wochen bleiben Microsoft Zeit für eine Antwort. Dabei schwelt der Streit schon lange. Es geht im konkreten Fall darum, wie das Betriebssystem Windows für Arbeitsgruppenrechner mit Anwendungen anderer Hersteller dialogfähig gemacht werden kann. Für solche Informationen verlange Microsoft zu hohe Preise, so der Vorwurf. Besonders kritisiert wird, dass die neue Windows-Version Vista trotz hoher Kosten keine Neuerungen in diesen Infos enthält. Microsoft selbst hält sich für unschuldig und verweist auf eine Studie der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers. Die belege angeblich, dass der Softwareriese um 30 Prozent unter den üblichen Marktpreisen liege. Auch der Vorwurf, die Informationen enthielten keine Neuerungen, sei unrichtig. Die EU-Kommission scheint das jedoch anders zu sehen und wird frühestens am 29. März entscheiden. Doch Microsoft ist eine harte Nuss: Bereits mehrmals mit Strafen belegt, hat das Unternehmen vor dem Europäischen Gerichtshof gegen Sanktionen aus dem Jahr 2004 geklagt. Ein Urteil steht noch aus.
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