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Donnerstag |
18.12.2008 |
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Krise “nicht mit 1929 vergleichen” |
Zu leichtfertig Parallelen zwischen der Weltwirtschaftskrise 1929 und der aktuellen Krise zu ziehen, davor warnt Heinrich August Winkler, der zu den angesehensten deutschen Historiker zählt und am 19. Dezember siebzig Jahre alt wird.
Der ZEIT sagte Winkler, dessen Gebiet die Geschichte der Weimarer Republik ist: “Wir haben heute ein sehr viel höheres Maß an zwischenstaatlicher Verständigung, um so katastrophale Auswirkungen wie in der Weltwirtschaftskrise nach 1929 hoffentlich vermeiden zu können.” Zudem sei das Fundament sozialer Sicherheiten ein solideres, als es damals war.
Als weiteren Unterschied stellte der Historiker heraus, “dass die totalitären Alternativen zur Demokratie” eine so starke Abwertung erfahren hätten, dass die Anziehungskraft extremistischer Parteien “in großen Teilen der Gesellschaft eine sehr viel geringere ist als in den frühen dreißiger Jahren”. Der Bundesregierung bescheinigt Winkler, “mit einem hohen Maß an Besonnenheit auf die Krise reagiert” zu haben.
Armut und Firmenpleiten
Die Weltwirtschaftskrise, deren Ursache der Zusammenbruch der New Yorker Börse war, führte im Winter 1929/30 zu Firmenpleiten in allen großen Volkswirtschaften der Welt, verbunden mit Massenarbeitslosigkeit, Deflation und Armut in der Bevölkerung. Die Krise kann als eine der Ursachen für das Erstarken der rechts- und linksextremen Parteien gelten.
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