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Freitag |
16.02.2007 |
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| Kredite: Banken prüfen Bonität genauer |
Scoring heißt das neue System, mit dem Privatkunden genauer auf die Finger und in die Finanzverhältnisse geschaut werden soll. Scoring bezeichnet dabei eine Art Punktesystem, mit dem entschieden werden soll, ob ein Kunde den angestrebten Kredit bekommt oder nicht. Ausschlaggebend sind finanzielle Dinge wie bestehende Verbindlichkeiten, die Relation der Ausgaben zum fixen Einkommen und das bisherige Zahlungsverhalten. Aber die Bank fragt auch nach Alter und Familienstand, interessiert sich für den Arbeitgeber der Kunden, ihrem Job und dessen Dauer und macht auch vor dem Wohnviertel nicht halt, so ein Bericht des Münchner Merkur.
Schlechtes Umfeld, schlechte Kreditwürdigkeit, könnte der (vor-)schnelle Schluss schnell lauten. Die Banken hingegen argumentieren mit dem Risiko, einen Zahlungsausfall hinnehmen zu müssen. Und dieses Risiko habe nun einmal seinen Preis. Wie der allerdings genau zustande kommt, bleibt im nebulösen Bewertungsverfahren hängen, kritisieren Verbraucherschützer des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV). Denn welchen Faktoren die Geldhäuser tatsächlich ein aussagekräftiges Urteil zurechnen, bleibt ein Geschäftsgeheimnis. Wohl auch besser so für die Banken: Denn meist wird nicht das Individuum an sich bewertet, was auf einen Kredit wartet, sondern die Geldleiher orientieren sich an statistischen Durchschnittswerten, beispielsweise, wenn es um die Einschätzung des Arbeitsverhältnisses oder Wohnumfeldes geht.
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