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Donnerstag |
21.12.2006 |
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| Gesundheitsreform: Privatversicherte müssen kräftig zahlen |
Ein Schreckgespenst geht zur Zeit um in Deutschland: Steigende Gesundheitskosten. Nicht nur Kassenpatienten müssen ab kommenden Jahr kräftig draufzahlen, auch die Privatversicherten kommen nicht ungeschoren davon.
Laut Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hat das wissenschaftliche Institut des Verbandes der privaten Krankenversicherung (PKV) ausgerechnet, dass die nahende Gesundheitsreform in den nächsten zehn Jahren zu einem Beitragsanstieg von mehr als 50 Prozent führen kann. Schuld soll vor allem der geplante Basistarif sein, der allen Privat- und freiwillig gesetzlich Versicherten offen stehen soll, ohne dass diese auf irgendwelche Risiken getestet würden. Allein dadurch sollen laut FAZ-Artikel die Beiträge bis 2018, also zehn Jahre nach Einführung des Basistarifs, um 37 Prozent steigen.
Reichen die Einnahmen durch den Basistarif nicht aus, um die Ausgaben zu decken, muss die Krankenversicherung Gelder von anderen Versicherungen anzapfen, also sozusagen quersubventionieren, denn eine Zusatzprämie dürfen die Privaten nicht verlangen. Und das habe laut PKV nur wieder weitere Beitragserhöhungen zur Folge.
Und der Verband malt ein weiteres Horrorszenario: Viele Beamte würden auf Druck ihrer Arbeitgeber in den günstigeren Basistarif wechseln und somit noch weitere Beitragserhöhungen bei den anderen Tarifen forcieren. Weg mit der Beitragshöchstgrenze für den Basistarif, fordern also die Privaten. Anträge für weitere Änderungen liegen laut FAZ dem Bundesrat bereits vor. Das Schreckgespenst wird also noch eine Weile weiter rumgeistern…
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