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Donnerstag |
05.02.2009 |
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“Geld ist ein Tabu-Thema” |
“Geld ist ein Tabuthema wie Sexualität”, sagte Finanz-Psychologin Monika Müller in einem Interview mit dem Anlegermagazin “Börse Online”. Vor fünfzig Jahren sei über Sexualität nicht gesprochen worden, in der heutigen Gesellschaft sei “die Sprache über Geld verkümmert”.
Deshalb sei vielen Menschen nicht bewusst, dass Finanzentscheidungen sehr stark von Gefühlen geleitet würden. “Was Geld für den Einzelnen bedeutet, beeinflusst seine Anlageentscheidung mehr als jede Unternehmenskennzahl”, so die Finanz-Psychologin im Interview mit “Börse Online”. Menschen müssten daher lernen, mit den Gefühlen, die Geld und Vermögen auslösen, vernünftig umzugehen. Das sei eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Anlageentscheidungen. Weil über Geld nicht oder nur verschämt gesprochen werde, falle es Anlegern jedoch schwer, sich ihrer Gefühle in Bezug auf Geld klar zu werden.
Forderung nach “Finanzbildung”
Kindern würde außerdem schon früh vermittelt, dass Finanzen keinen Spaß machten und sogar gefährlich sein könnten. Als Folge davon würde jungen Erwachsene die Kompetenz im Umgang mit Geld und Finanzprodukten fehlen. Monika Müller fordert deshalb eine “allgemeine Finanzbildung”. Dabei müsse aber auch die Persönlichkeitsbildung einbezogen werden. Denn Geld sei ein Spiegel unserer Persönlichkeit: “Wir projizieren alles, was uns wichtig ist, auf Geld.”
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