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Sonntag |
25.02.2007 |
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| Diskussion um Selbstverpflichtung: Jedem sein Konto? |
Der fromme Wunsch: Die Banken halten sich an ihr Selbstverpflichtung und richten jedem auf Wunsch ein Girokonto ein. Die harte Realität: Die Banken kümmern sich nicht drum und entscheiden nach Gusto, wer ein Konto bekommt und wer nicht. Verbraucherschützer kritisieren diese Praxis und die Untätigkeit von Justizministerin Zypris. „Wir trauen einer Selbstverpflichtung nicht“, sagte Frank Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) der Netzeitung.
Denn die Justizministerin lehnt eine gesetzliche Verpflichtung für die Geldhäuser, jedem ein Girokonto zu eröffnen, ab und setzt auf die Moral der Banken, ihren eigens auferlegten Verpflichtungen nachzukommen. Verbraucherschützer schütteln da hingegen den Kopf. Denn die Banken finden Mittel und Wege, die Einrichtung eines Kontos zu verhindern – beispielsweise mit unzumutbaren Konditionen für den Interessenten. Argumente der Betroffenen, ein verpflichtendes Gesetz greife in die Vertragsfreiheit ein, lässt der VZBV nicht gelten. Immerhin müssten beispielsweise Kfz-Haftpflicht-Versicherungen auch jeden Kunden annehmen. Allerdings muss das Konto nicht kostenlos sein: Dazu kann eine Bank nicht verpflichtet werden. Aber auch hier gilt: Die Gebühren müssen im Rahmen dessen liegen, was die Bank in der Regel verlangt.
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