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Donnerstag |
19.02.2009 |
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“Deutschland wird von der Krise profitieren” |
Der Oberste der fünf Wirtschaftsweisen, Bert Rürup, ist optimistisch: “Deutschland wird von Krise profitieren”, sagte er dem Magazin “Finanzplaner”. Im Interview warnte er aber gleichzeitig vor einem dauerhaften Schuldenmachen.
Nur “temporär”, zur Stützung der Konjunktur, dürfe der Konsolidierungs-Kurs verlassen werden. “Auf keinen Fall sollte die gegenwärtige Lage als Alibi missbraucht werden”, so Rürup, der in diesen Tagen das Amt als Vorsitzender des Sachverständigenrats abgibt.
Keine Dauerlösung
Von der Idee, einen Rettungsschirm auch für Unternehmen der Realwirtschaft zu spannen, hält der Wirtschaftsprofessor nur bedingt etwas: “Solange die Kreditvergabe der Banken und Teile des Kapitalmarktes nicht richtig funktionieren, ist das als Überbrückungsmaßnahme hinnehmbar.” Eine Dauerlösung sei ein Schirm aber nicht.
Rürup, der ab April als Ökonom beim Finanzdienstleister AWD tätig sein wird, ist überzeugt, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland heute besser denn je aufgestellt sei. “Durch die Steuerreformen der letzten Jahre ist der Wirtschaftsstandort Deutschland attraktiver geworden.” Der Arbeitsmarkt sei flexibler geworden. Die Unternehmen hätten ihre Organisationsstrukturen verschlankt und ihre Bilanzen konsolidiert, sprich den Verschuldungsgrad reduziert.
“Leistungsfähigste Industrie”
Rürup hält “die deutsche Industrie für die leistungsfähigste der Welt”, wie er dem “Finanzplaner” sagte. Das werde das Land nicht nur bei der Bewältigung der Schwächephase helfen: “Bei einem Anziehen der Weltkonjunktur werden wir davon mehr als andere Volkswirtschaften profitieren.”
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